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Ergebnis zum 30. September 2020

Vonovia SE: anhaltend stabile Geschäftsentwicklung als Basis für verbindlichen Klimapfad

  • Vonovia beschließt verbindlichen Klimapfad mit einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050; jährliche Einsparziele transparent im neuen Nachhaltigkeits-Performance-Index.
  • Aufstieg in Indizes Dax-50-ESG und EURO STOXX 50; Top-Platzierung im Nachhaltigkeitsrating von Sustainalytics.
  • Weiterhin Unterstützung für Mieterinnen und Mieter bei durch Corona entstandenen finanziellen Schwierigkeiten.
  • Seit März mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt; im neuen Ausbildungsjahr so viele Azubis wie noch nie.
  • Guidance für 2020 bestätigt; positive Geschäftsentwicklung auch für 2021 erwartet.

 

Bochum, 4. November 2020 – Vonovia hat in den ersten neun Monaten des Jahres den Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand verbindlich festgeschrieben. Zentraler Ansatz dafür ist ein Zusammenspiel aus energetischer Modernisierung und CO2-neutraler Wärmeerzeugung. Das Bochumer Wohnungsunternehmen entwickelte Ziele für CO2-reduziertes Wohnen (gemeinsam mit Fraunhofer-Instituten und der Deutschen Energie-Agentur) und investierte umfangreich in energetische Modernisierung sowie die Entwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energien.

„Neben der Bewältigung der Corona-Krise ist der Klimawandel aktuell die größte Herausforderung unserer Zeit. Durch mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich können wir entscheidend dazu beitragen, die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen“, sagt CEO Rolf Buch. „Wir sind in der Lage, gesellschaftlich und ökologisch Verantwortung zu übernehmen, weil es uns als Unternehmen wirtschaftlich weiterhin gut geht.“

Insbesondere für die Mieterinnen und Mieter übernimmt Vonovia Verantwortung – auch im Hinblick auf die sich erneut verschärfende Corona-Pandemie. „Corona wird uns als Gesellschaft noch lange und intensiv begleiten. Unser Versprechen aus dem Frühjahr gilt nach wie vor: Niemand, der aufgrund von Corona in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, wird seine Wohnung verlieren“, sagt Rolf Buch. „In dieser ungewissen Zeit ist es uns wichtig, unseren Mieterinnen und Mietern diese Sicherheit zu geben.“

Bei der Klimakonferenz Anfang Oktober zeigte Vonovia überdies, wie die eigene ökologische Verantwortung konkret aussieht. Gemeinsam mit den Forschungspartnern der Fraunhofer-Institute und der Deutschen Energie-Agentur stellte Vonovia zentrale Handlungsfelder vor, wie die Energiewende im Gebäudebereich gelingen kann und welche Veränderungen dafür notwendig sind. Im Mittelpunkt der Strategie steht das Wohnquartier. Hier soll eine dezentrale Energieversorgung aufgebaut werden: Der Strom wird (durch Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität) vor Ort erzeugt, gespeichert und verbraucht. Die dezentrale Energieversorgung steht auch im Innovationszentrum in Bochum-Weitmar im Vordergrund, das im kommenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen wird. Vonovia hat sich verbindlich zum Ziel gesetzt, durch Effizienzgewinne bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.

Steuerungsgrößen zur Nachhaltigkeit in neuem Index

Dass Vonovia aktiv zu Lösungen mit Blick auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen Klimaschutz, demografischer Wandel und bezahlbarer Wohnraum beiträgt, zeigt sich auch anhand verbesserter extern validierter Kennzahlen in den Bereichen Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung, kurz: ESG). So stuft die Ratingagentur Sustainalytics Vonovia in einem Nachhaltigkeitsranking auf Rang sechs unter den 940 bewerteten Immobilienunternehmen ein (Platz 20 im Gesamtranking unter mehr als 12.000 Unternehmen). Zudem stieg Vonovia in den deutschen Dax-50-ESG-Index und in den europäischen Blue-Chip-Aktienindex EURO STOXX 50 auf. Vonovia ist der aktuell einzige Immobilienwert und der erste Wohnimmobilienwert überhaupt in Europas führendem Index EURO STOXX 50.

Darüber hinaus erarbeitet Vonovia aktuell einen Nachhaltigkeits-Performance-Index, der zukünftig zu den wichtigsten nichtfinanziellen Kennzahlen des Unternehmens gehören soll und Nachhaltigkeitsziele ins Steuerungssystem integriert. Indikatoren im neuen Index sind die jährlich erzielte CO2-Einsparung im Gebäudebestand, der jeweilige Anteil energieeffizienter Neubauten sowie altersgerecht modernisierter Wohnungen, die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Diversität im Top-Management. „Der neue Nachhaltigkeits-Performance-Index wird gleichberechtigt neben den finanziellen Steuerungsgrößen stehen. Wir wollen in der Branche mit gutem Beispiel vorangehen“, erläutert Rolf Buch. Der neue Index wird zum Gesamtjahr erstmals berichtet.

Anhaltende wirtschaftliche Stabilität

Die wirtschaftliche Entwicklung verlief in den ersten neun Monaten 2020 im Vergleich zum Neunmonatszeitraum 2019 ebenfalls positiv. Das Ad-justed EBITDA Total des Wohnungsunternehmens stieg um 7,6 % auf 1.432,5 Mio. €. Das Adjusted EBITDA Rental erhöhte sich dabei um 8,9 % auf 1.178,7 Mio. €. Die Geschäftsbereiche Einzelverkäufe (Recurring Sales), Development und wohnungsnahe Dienstleistungen (Value-add) waren in Summe mit 253,8 Mio. € für das erhöhte Adjusted EBITDA Total verantwortlich. Das ist ein Plus von 2,1 %. Corona führte zu einzelnen Verzögerungen bei Modernisierungen. In Folge dessen sank das Adjusted EBITDA Value-add um 6,3 % auf 110,1 Mio. €.

Auch der Group FFO erhöhte sich von Januar bis September 2020 im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2019. Die operative Ertragskraft verbesserte sich um 8,9 % auf 1.015,9 Mio. €. Besonders der Ankauf von Hembla in Schweden sowie organisches Wachstum durch Modernisierung und Neubau trugen dazu bei.

Im September gab Vonovia zudem 17 Mio. neue Aktien mit einem Emissionsvolumen von 1 Mrd. € aus. Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung werden in erster Linie zur Rückzahlung im vierten Quartal fälliger Schulden genutzt werden. Aufgrund der Kapitalerhöhung hat Vonovia im
4. Quartal 2021 die Möglichkeit, die Hybrid-Anleihe mit Fremdkapital abzulösen. Der Verschuldungsgrad (LTV) von Vonovia betrug zum Stichtag 40,6 % und lag innerhalb des Zielkorridors (40 % bis 45 %) sowie 2,5 Prozentpunkte unterhalb des Stands vom 31. Dezember 2019.

Anbieter bezahlbarer Wohnungen

Zum 30. September 2020 zählten 414.570 eigene Mietwohnungen zum Portfolio. Die rund 354.000 Wohnungen in Deutschland bedeuten einen Marktanteil von rund 1,5 %. Der Adjusted NAV, der Wert des Unternehmens ohne Schulden, erhöhte sich auf 31.356,2 Mio. € und damit um 11,3 % gegenüber dem Wert zum Jahresende 2019. Der Verkehrswert des Immobilienportfolios stieg auf 56.047,0 Mio. €. Die auch während der Corona-Pandemie sehr hohe Nachfrage nach Wohnungen sowie das hohe Investitionsvolumen trugen zu diesem Plus von 17,3 % gegenüber den ersten neun Monaten 2019 bei.

Zum Ende des dritten Quartals 2020 war der Wohnungsbestand bei einer leicht niedrigeren Leerstandsquote von 2,6 % nahezu vollvermietet. Erhöhte Einnahmen durch das Hembla-Portfolio sowie organisches Wachstum machten sich auch bei den Mieteinnahmen bemerkbar. Die Mieteinnahmen lagen im Neunmonatszeitraum 2020 bei 1.706,9 Mio. €, verglichen mit 1.527,0 Mio. € im Neunmonatszeitraum 2019.

Vor allem die niedrigere Fluktuation, die Verlängerung der Vergleichsperiode auf 6 Jahre für die Festlegung des Mietspiegels sowie der Berliner Mietendeckel führten zu einem geringeren Mietwachstum. So lag die markbedingte Steigerung der Miete bei 0,8 %. Die Mietsteigerung aufgrund von Investitionen in Modernisierung lag bei 2,2 %, die Steigerung aufgrund von Investitionen in Neubau und Dachaufstockungen bei 0,6 %. Auch für das Gesamtjahr 2020 erwartet Vonovia eine verhaltene Mietentwicklung. Die monatliche Nettokaltmiete von Vonovia betrug in Deutschland Ende September 2020 durchschnittlich 6,91 € / m².

Durch das aktive Härtefallmanagement findet Vonovia Lösungen für Mieterinnen und Mieter in finanziellen Schwierigkeiten. Seit Einführung des Härtefallmanagements und der Ü70-Regelung hat Vonovia mehr als 2.800 Fälle positiv entschieden und so den Mieterinnen und Mietern geholfen. Weitere Anträge werden aktuell bearbeitet.

Mehr als 10.000 Wohnungen energetisch saniert

Vonovia hat umfangreich in Modernisierung, Neubau sowie Instandhaltung investiert und damit die Strategie aus dem Vorjahr fortgesetzt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Baumaßnahmen allerdings auch im dritten Quartal 2020 leicht verlangsamt. In den ersten neun Monaten des Jahres stellte Vonovia in Deutschland, Österreich und Schweden insgesamt 1.437 Wohnungen fertig (9M 2019: 1.366), davon 1056 (9M 2019: 851) für den eigenen Bestand und 381 (9M 2019: 515) für den Verkauf. Zudem hat das Unternehmen in Deutschland jeweils mehr als 10.000 Wohnungen altersgerecht umgebaut sowie energetisch saniert. Dabei reichen altersgerechte Modernisierungen von beispielsweise einem neuen Badezimmer bis zu einer vollständigen Modernisierung der gesamten Wohnung.
Die Investitionen in Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Neubauleistungen (für den eigenen Bestand) lagen von Januar bis September 2020 bei 1.360,0 Mio. € und damit um 4,5 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Aufwendungen für Instandhaltung betrugen 399,1 Mio. €. In Modernisierung investierte Vonovia 659,7 Mio. €, in Neubau (für den eigenen Bestand) 301,2 Mio. €, das sind knapp 20 % mehr als im gleichen Zeitraum 2019.

1.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt

Die anhaltende wirtschaftliche Stabilität festigt die Position von Vonovia als sicherer Arbeitgeber – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. „Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass wir bislang so gut durch die Krise gekommen sind. Dadurch können wir aktuellen und künftigen Kolleginnen und Kollegen, gerade auch unseren Auszubildenden, eine langfristige Perspektive in unserem Unternehmen aufzeigen. Wir als Vorstand sind sehr stolz auf unser Team“, sagt Rolf Buch. Seit 1. März hat Vonovia mehr als 1.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt und dabei den Bewerbungsprozess zunehmend digitalisiert. Dazu zählen auch rund 200 angehende Fachkräfte, die seit August ihre Ausbildung bei Vonovia begonnen haben – so viele wie noch nie. Vonovia bietet weiterhin auch jungen Menschen aus insolventen Unternehmen die Chance, ihre Ausbildung abzuschließen.

Prognose für Gesamtjahr 2020 bestätigt

Durch die stabile wirtschaftliche Entwicklung in den ersten neun Monaten ist auch die Prognose für das Gesamtjahr 2020 weiter positiv. Demnach erwartet Vonovia durch die Corona-Pandemie weiter keine signifikanten Auswirkungen auf die vier Geschäftsbereiche. So wird der Adjusted EBITDA Total voraussichtlich innerhalb der zuletzt veröffentlichten Spanne von 1.875 Mio. € bis 1.925 Mio. € liegen. Die Prognose für den Group FFO wird sogar im Bereich des oberen Endes der Bandbreite von 1.275 Mio. € bis 1.325 Mio. € liegen. Aus Bewertungseffekten und Investitionen erwartet Vonovia im zweiten Halbjahr 2020 eine weitere Wertsteigerung von 2.300 Mio. € bis 2.900 Mio. €.

Es ist geplant, den Aktionärinnen und Aktionären auf der Hauptversammlung im Mai 2021 eine Dividende von 1,69 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht einem Plus von 0,12 € und einer Dividendenrendite von 3,1 % bezogen auf den Schlusskurs vom 30. Oktober 2020.  
Positiver Ausblick auf 2021

In 2021 wird sich Vonovia weiterhin den großen gesellschaftlichen Herausforderungen – Klimaschutz, demografischer Wandel, bezahlbarer Wohnraum – widmen. Dabei plant das Unternehmen erneut umfangreiche Investitionen in Modernisierung und Neubau – in einer Bandbreite von voraussichtlich 1.300 Mio. € bis 1.600 Mio. €. Das Adjusted EBITDA Total wird voraussichtlich zwischen 1.975 Mio. € und 2.025 Mio. € liegen. Vonovia prognostiziert auf Basis einer stabilen Gesetzeslage einen Group FFO zwischen 1.415 Mio. € und 1.465 Mio. €.


Der Bericht über die ersten neun Monate 2020:
https://reports.vonovia.de/2020/q3/de
https://reports.vonovia.de/2020/q3/en


Informationen zur Klimakonferenz „Perspektiven klimaneutralen
Wohnens“

Mediathek: https://presse.vonovia.de/de-de/mediathek


Finanzkalender 2021:

4. März 2021: Geschäftsbericht 2020
4. Mai 2021: Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2021
12. Mai 2021: Hauptversammlung
6. August 2021: Halbjahresbericht 2021
4. November 2021: Zwischenbericht für die ersten neun Monate 2021

Unternehmen
Nina Henckel
Leiterin Konzernpresse
Finanzen; TV & Radio
Bochum, 4. November 2020

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