Wonach suchen Sie?

  • Item 1.
  • Item 2.
  • Item 3.
  • Item 4.

Weitere Suchmöglichkeiten

Unternehmenszentrale - Außenansicht
Regionalmeldung

Stadt Frankfurt und Vonovia: Gemeinsam für klimagerechtes und bezahlbares Wohnen

  • Vereinbarung für Wohnungs- und Mieterthemen in Frankfurt
  • Besonderer Mieter:innenschutz während der Pandemie und in wirtschaftlichen Notlagen
  • Begrenzung der Mietsteigerungen
  • Zusage von Mietpreiskappung, Ersatzwohnungen und Härtefallmanagement bei energetischen Modernisierungen
  • Wohnraum für Wohnungslose und Gefährdete

Frankfurt am Main/Bochum – Die Stadt Frankfurt und das Wohnungsunternehmen Vonovia arbeiten beim Thema Wohnen enger zusammen. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Vonovia-Vorstand Arnd Fittkau haben heute gemeinsame Regelungen für klimagerechtes Wohnen zu fairen Preisen vereinbart – darunter die Begrenzung von Mietsteigerungen, die Unterstützung von Mieter:innen während Modernisierungen und eine engere Zusammenarbeit beim Thema Wohnraum für Wohnungslose.

Wohnungen sind knapp, die Nachfrage hoch

In Ballungszentren wie in Frankfurt am Main sind Wohnungen knapp und die Nachfrage ist hoch. Steigende Mieten sind die Folge. In der Corona-Pandemie ist die Lage am Wohnungsmarkt für Mieter:innen besonders angespannt, und es können soziale und wirtschaftliche Notlagen entstehen. Dem wollen die Stadt Frankfurt und Vonovia gemeinsam entgegenwirken.

Feldmann: „Begrenzung der Bestandsmieten ist richtiger Weg“

Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Kaum ein Thema bewegt die Frankfurterinnen und Frankfurter mehr als die steigenden Mieten. Die Corona-Pandemie, die für viele Menschen empfindliche Gehaltseinbußen mit sich bringt, hat die Situation weiter verschärft. Es ist gut, dass die Stadt hier gemeinsam mit Vonovia konkrete Maßnahmen vereinbart hat. Für mich gehört zu den Lösungen auf dem Wohnungsmarkt auch ein Mietenstopp. Wohnen ist ein Grundrecht. Die Menschen müssen es sich leisten können.“

Fittkau: „Rücksicht nehmen auf unsere Mieterinnen und Mieter“

Arnd Fittkau, Vorstand (Chief Rental Officer) bei Vonovia: „Vonovia ist langfristig orientiert. Wir möchten, dass die Menschen sich in unseren Häusern wohlfühlen und lange bei uns wohnen. Unsere Mietenpolitik ist moderat und wir sagen deswegen zu, dass wir die Bestandsmieten in Frankfurt nicht stärker erhöhen als die Inflationsrate – für drei Jahre um höchstens ein Prozent. So nehmen wir Rücksicht auf unsere Mieterinnen und Mieter.“

Mit energetischen Modernisierungen erbringt Vonovia einen Beitrag zum Klimaschutz. So hat das Unternehmen zugesagt, bis 2050 einen CO2-neutralen Wohnungsbestand zu erreichen. Bei den Modernisierungen geht es um sensibles Vorgehen mit den Mieter:innen auf der Baustelle. Die Vereinbarungen zu dem Thema erläutert Arnd Fittkau so: „Wenn wir Häuser sanieren, gehen wir zurückhaltend vor. Denn wir möchten, dass die Menschen bei uns wohnen bleiben. Deshalb haben wir heute in der Vereinbarung festgeschrieben, dass wir Mieter:innen bei besonderen Belastungen aufgrund von Schmutz und Lärm während der Bauarbeiten Ersatzwohnungen anbieten, die Mieten nach Abschluss der energetischen Modernisierungen deckeln und wirtschaftliche und soziale Härtefälle abfedern.“

Josef: „Bestandentwicklung sozial gestalten und neue Sozialwohnungen bauen“

Planungsdezernent Mike Josef: „Frankfurt braucht neue Wohnungen und gleichzeitig Stabilität in den Quartieren. Die Vonovia verpflichtet sich in allen Neubau-Projekten 30 Prozent geförderten Wohnungsbau zu realisieren und soziale Regelungen für die Bestandsmieten einzuhalten, das gilt auch beim Modernisieren. Das ist die erste Vereinbarung dieser Art, die wir mit einem Privatunternehmen schließen. Energetische Sanierungen dürfen nicht auf dem Rücken der Mieter:innen erfolgen. Jede Vereinbarung, die Mieterhöhungen moderater gestaltet ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn sie stärkt die Position der Mieter:innen und gibt ihnen zusätzliche Sicherheit. Bei Fragen rund um die Vereinbarung können sich Mieter:innen an die Stabstelle Mieterschutz wenden.“

Zusagen bei Räumungen und Wohnungslosigkeit

Als Teil der Stadtgesellschaft ist Vonovia die soziale Verantwortung wichtig. Frederic Neumann, der als Geschäftsführer Vonovia Süd auch die Bestände von Vonovia im Rhein-Main-Gebiet verantwortet, erläutert: „Wir finden Lösungen für die Menschen, die durch die Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. So haben wir heute zugesagt, dass wir in Frankfurt Kündigungen und Räumungen aussetzen, wenn Menschen durch die Pandemie in eine Zwangslage geraten sind. Meine Kollegen vom Vonovia Team in Frankfurt kümmern sich – und freuen sich darauf, die heute vereinbarten Themen gemeinsam mit der Stadt Frankfurt anzugehen.“

Die heute unterzeichnete Vereinbarung von Stadt und Unternehmen enthält eine weitere soziale Zusage: Vonovia stellt 100 Wohnungen für Menschen bereit, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder gefährdet sind. Sie erhalten in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeit der Stadt zusätzliche Unterstützung.

Regional
Katja Mazurek
Pressesprecherin
Süden