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Unternehmenszentrale - Außenansicht
Ergebnis zum 31. März 2021

Klimastrategie und soziale Verantwortung im Fokus – Vonovia startet gut ins Jahr

  • Nachhaltigkeits-Performance-Index bei 104,8 %.
    CO2-Reduktion, seniorengerechter Umbau und Kundenzufriedenheit als Treiber.
  • Integration von Hembla abgeschlossen; Schweden-Portfolio zeigt Effizienz der Bewirtschaftungsplattform.
  • Auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand:
    Energiezentrale der Zukunft in Bochum eröffnet.
  • Soziale Verantwortung: nach Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Verzicht auf Nachforderungen in Höhe von bis zu 10 Mio. € in Berlin.
  • Betriebliche Impfkampagne vorbereitet.
  • Prognose für 2021 bestätigt.

Bochum, 4. Mai 2021 – Die Vonovia SE („Vonovia“) ist gut in das Jahr 2021 gestartet. Das Bochumer Wohnungsunternehmen hat die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgeweitet und engagiert sich nachdrücklich für die Entlastung angespannter Wohnungsmärkte.

„Unser Geschäftsmodell zeigt sich weiterhin krisenfest und widerstandsfähig“, sagt CEO Rolf Buch. „Umso mehr liegt es in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, unsere Kundinnen und Kunden gerade in Corona-Zeiten bestmöglich zu unterstützen. Unsere Zusagen zum Schutze unserer Mieterinnen und Mieter gelten weiterhin uneingeschränkt. Dabei verlieren wir unsere weiteren Aufgaben nicht aus dem Blick: Der Markt braucht neue Wohnungen. Eine älter werdende Gesellschaft braucht altersgerechte Wohnungen. Der Klimawandel braucht tragfähige Konzepte.“  
Vonovia verfolgt ambitionierte Klimaschutzziele

Das Bundesverfassungsgericht ist kürzlich zu dem Beschluss gekommen, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Reduzierung von Treibhausgasen ab 2030 nicht ausreichend definiert seien.

Vonovia hat sich bereits im vergangenen Jahr auf einen verbindlichen Klimapfad festgelegt und dabei konkrete, jährliche Zwischenziele benannt. „Wir sind in diesem Punkt schon heute sehr ambitioniert“, sagt Buch. Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Dafür sollen unter anderem durchschnittlich rund 3 Prozent des Bestandes pro Jahr energetisch saniert werden. Die durchschnittliche Umlage hierfür liegt bei 1,24 Euro und maximal bei 2 Euro pro Quadratmeter.

Insgesamt lag der Nachhaltigkeits-Performance-Index (SPI), der als nicht-finanzielle Kennzahl die Nachhaltigkeitsstrategie von Vonovia abbildet, im ersten Quartal bei 104,8%. Besonders die CO2-Einsparungen, die gestiegene Kundenzufriedenheit sowie die hohe Anzahl altersgerechter Umbauten, beeinflussen das Ergebnis positiv. So hat Vonovia von Januar bis März 2021 bereits mehr als 2.650 Wohnungen barrierearm umgerüstet.

Erst Ende April eröffnete das Unternehmen die Energiezentrale der Zukunft (EZZ) in Bochum Weitmar. Mindestens 60 % der lokal benötigten Energie wird hier fortan CO2-neutral erzeugt. Darüber hinaus erforscht Vonovia gemeinsam mit Fraunhofer Instituten Konzepte eines Innovationsquartiers, um den Energieverbrauch zu senken und die Sektorenkopplung voranzubringen. Ziel ist es, die Energieversorgung in urbanen Quartieren ökologisch und ökonomisch effizient zu gestalten und die hier generierten Erkenntnisse deutschlandweit zu übertragen.

Denn das Absenken des CO2-Anteils im Gebäudebestand in Richtung Klimaneutralität wird weder durch energetische Sanierung noch durch bestehende Technik allein realisierbar und wirtschaftlich darstellbar sein.
Deshalb setzt Vonovia auf fundierte Forschung und technische Innovation, um diese Lücke zu schließen. „Quartiere müssen als zentraler Bestandteil der Mobilitäts-, Energie- und Klimawende verstanden werden. Lokal selbst produzierter Strom aus Photovoltaik darf dabei jedoch nicht mit Abgaben belegt werden“, erläutert Buch.


Bei der CO2-Bepreisung spricht sich Vonovia weiterhin für eine Aufteilung zwischen Mietern und Vermietern aus, die sich an den Energieeffizienzklassen (A+ bis H) der Gebäude orientiert: Je niedriger die Energieeffizienzklasse, desto höher der Vermieteranteil. „So schafft man die notwendigen Investitionsanreize, um Gebäude energetisch zu ertüchtigen“, sagt Buch.


Weiterhin wirtschaftlich stabil – Schweden stark im Ergebnis

Die Segmenterlöse Total stiegen von 998,8 Mio. € im ersten Quartal 2020 um 14,7 % auf 1.145,5 Mio. € im ersten Quartal 2021.

Wirtschaftlich startet Vonovia stabil in das Geschäftsjahr 2021. Das Adjusted EBITDA Total stieg von Januar bis März 2021 im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2020 um 11,0 % auf 506,1 Mio. € (3M 2020: 456,1 Mio. €). Das Adjusted EBITDA Rental lag bei 403,1 Mio. € (3M 2020: 381,1 Mio. €).

Der Wohnungsbestand in Schweden trägt maßgeblich zum Ergebnis bei. „Mit der erfolgreichen Integration des Hembla-Portfolios beweisen wir zum ersten Mal, dass das skalierbare Modell von Vonovia auch in vergleichbaren, internationalen Märkten umsetzbar ist“, sagt Rolf Buch. Durch eine einheitliche Plattform können die durchschnittlichen Kosten pro Wohnung weiter gesenkt und die Synergieeffekte nachhaltig gesteigert werden. So bestätigt Vonovia die für 2021 prognostizierten finanziellen und operativen Synergien in Höhe von insgesamt rund 30 Mio. € und erwartet ab 2022 jährliche Synergien in Höhe von rund 36 Mio. €.

Gewachsen ist auch das Segment der wohnungsnahen Dienstleistungen (Value-add): Der Ergebnisbeitrag lag bei 45,8 Mio. € (3M 2020: 37,2 Mio. €). Neben der eigenen Handwerkerorganisation wurden vor allem die Services Kabelfernsehen, Wohnumfeld-, Versicherungs- und Messdienstleistungen sowie Energielieferungen ausgebaut.

Im gleichen Zeitraum steigerte Vonovia den Group FFO (Operativer Ertrag) um 14,1 % auf 382,9 Mio. € (3M 2020: 335,5 Mio. €). Vor allem das organische Wachstum durch Neubau und Modernisierung sowie die Ergebnisse aus den Verkäufen (Recurring Sales) wirkten sich positiv aus.

Bei weiterhin hoher Nachfrage ist der Wohnungsbestand zum Ende des ersten Quartals 2021 nahezu voll vermietet. Der Leerstand der Wohnungen lag mit 2,8 % Ende März 2021 genau auf dem Vorjahresniveau. Bei der Anmietung einer Wohnung hat Vonovia den digitalen Service ausgebaut: Mieterinnen und Mieter können ihren Mietvertrag nun vollständig digital über die Vonovia Kunden-App abschließen. Die Steigerung der Mieten aufgrund der aktuellen Marktentwicklung lag bei 0,7 % (3M 2020: 1,0 %). Investitionen in Wohnwertverbesserung (Modernisierung) führten zu einem Plus bei den Mieten von 1,7 % (3M 2020: 2,3 %), Investitionen in Neubau und Dachaufstockung von 0,6 % (3M 2020: 0,6 %).


Investitionen auf hohem Niveau

Insgesamt investierte Vonovia für Instandhaltung, Modernisierung und Neubau (für den eigenen Bestand) von Januar bis März 2021
379,9 Mio. € (3M 2020: 414,5 Mio. €). Während die Instandhaltungsleistungen im Dreimonatszeitraum 2021 mit 135,7 Mio. € um 10,3 % über dem Vergleichswert des Vorjahres von 123,0 Mio. € lagen, ging das Modernisierungsvolumen auf 165,1 Mio. € (3M 2020: 208,1 Mio. €) zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die geringere Investitionstätigkeit in Berlin sowie auf vereinzelte Einschränkungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Die Neubauleistung lag mit 79,1 Mio. € im Dreimonatszeitraum 2021 um 5,2 % unter dem Vergleichswert von
83,4 Mio. €.

Das Härtefallmanagement und die Ü70-Regelung sind dabei weiterhin zentrale Instrumente, um eine finanzielle Überforderung von Mieterinnen und Mietern zu vermeiden. Die monatliche Nettokaltmiete von Vonovia betrug in Deutschland Ende März 2021 durchschnittlich 6,98 €/m².


Corona-Tests und Strategie für betriebliches Impfen


Weiterhin arbeiten mehr als 90 % der Büro-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mobil von zu Hause aus. Bereits seit März 2021 hat Vonovia in der Kantine der Firmenzentrale eine Teststraße für regelmäßige Corona-Schnelltest eingerichtet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich mindestens zwei Mal in der Woche testen zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Regionen können zur Verfügung gestellte Selbsttests nutzen oder auf Kooperationen mit lokalen Testzentren zurückgreifen. „Ich bin stolz auf das gesamte Team Vonovia. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen sehr vorbildlich mit der Situation um und zeigen dabei einen herausragenden Einsatz“, betont Buch.

Vonovia hat zudem alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, um die Teststraße jederzeit in eine Impfstraße umzuwandeln. „Sobald die von der Bundesregierung avisierten Impfdosen im Juni dieses Jahres eintreffen, können unsere Betriebsärztinnen und Betriebsärzte mit der Impfung unserer Belegschaft beginnen. Selbstverständlich auf freiwilliger Basis“, stellt Buch in Aussicht. Dabei sollen auch alle mit ihnen im Haushalt lebenden Personen ein Impfangebot bekommen.“


Im Fokus: soziale Verantwortung


Vonovia trägt allen Stakeholder-Interessen Rechnung. Unmittelbar nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, den Berliner Mietendeckel als verfassungswidrig zu erklären, hat Vonovia darüber informiert, auf Nachforderungen zu verzichten. „Die Menschen in Berlin sollen nicht aufgrund einer politischen Fehlentscheidung in finanzielle Schieflage geraten“, erläutert Rolf Buch. Das bedeutet für das Unternehmen einen Verzicht auf Nachforderungen in Höhe von bis zu 10 Mio. €. „Die Entscheidung des Gerichts wird die Herausforderungen, die sich auf dem Woh-nungsmarkt der Hauptstadt stellen, allein nicht lösen. Ich mache mir Sorgen um Berlin“, sagt Buch. „Nur der Bau neuer Wohnungen kann die Situation nachhaltig lösen.“

Vonovia treibt den Neubau weiter voran. Im ersten Quartal 2021 hat Vonovia 379 Wohnungen neu gebaut, mehr als dreimal so viele wie im Vergleichsquartal des Vorjahres. Es entsteht auch dringend benötigter öffentlich geförderter Wohnraum. Bei der Bauweise kommt immer häufiger auch der nachhaltige Rohstoff Holz zum Einsatz, der sich ebenfalls für die Modulbauweise eignet.


Finanzierungsstrategie mit hoher Flexibilität

Im ersten Quartal des Jahres hat Vonovia erstmals einen Green Bond in Höhe von 600 Mio. € begeben. Die grüne Anleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Zinssatz von 0,625 % schreibt die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens fort. Ergänzt um den im Januar begebenen Bond mit einem Volumen von 500 Mio. € und einer Laufzeit von 20 Jahren, schafft Vonovia eine Finanzierungsbasis mit hoher Flexibilität. Der Verschuldungsgrad (LTV) betrug Ende März 2021 39,1 % und lag damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert zum Jahresende 2020.

Zum Ende des ersten Quartals 2021 lag der EPRA NTA, die zentrale Steuerungsgröße für den Nettovermögenswert, mit 35.772,9 Mio. € um 0,8 % über dem Wert zum Jahresende 2020 von 35.488,6 Mio. €. Der EPRA NTA entwickelt sich analog zum Anstieg des Eigenkapitals. Der EPRA NTA pro Aktie entwickelte sich von 62,71 € Ende 2020 auf 63,22 € zum Ende des ersten Quartals 2021.


Prognose bestätigt

Auf Basis des soliden Starts ins neue Geschäftsjahr und des widerstandsfähigen Geschäftsmodells bestätigt Vonovia die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2021.

Vonovia plant für 2021 Investitionen in Modernisierung und Neubau in einer Bandbreite von voraussichtlich 1.300 Mio. bis 1.600 Mio. €. Die Segmenterlöse Total werden voraussichtlich innerhalb der Spanne von rund 4.900 Mio. bis 5.100 Mio. € liegen, das Adjusted EBITDA Total zwischen 1.975 Mio. und 2.025 Mio. €. Dadurch erwartet Vonovia einen weiter steigenden Group FFO innerhalb der Bandbreite von 1.415 Mio. und 1.465 Mio. €. Für den Nachhaltigkeits-Performance-Index rechnet Vonovia mit einer Zielerreichung von rund 100 % in Bezug auf die einzelnen Indikatoren wie die CO2-Einsparung im Bestand oder die Kundenzufriedenheit.


Den vollständigen Quartalsbericht finden Sie unter:
DE: https://reports.vonovia.de/2021/q1/de
EN: https://reports.vonovia.de/2021/q1/en


Weitere Informationen sowie Foto- und Videomaterial finden Sie im Pressebereich und in der Mediathek.


Finanzkalender 2021:

6. August 2021: Halbjahresbericht 2021
4. November 2021: Zwischenbericht für die ersten neun Monate 2021

Unternehmen
Nina Henckel
Leiterin Konzernpresse
Finanzen, Unternehmensstrategie, Wohnungspolitik
Bochum, 4. Mai 2021

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